UV Strahlen

Die aktuellen wissenschaftlichen Daten zeigen, dass dauerhafte UV-Bestrahlung Plattenepithelkarzinome verursacht.

Im Gegensatz dazu ist es beim schwarzen Hautkrebs (malignen Melanom) eine wechselnde Bestrahlung, also oft kurze intensive UV-Belastungen wie zum Beispiel Sonnenbäder im Urlaub.

Für das Basalzellkarzinom kommen sowohl die dauerhafte als auch die wechselnde UV-Bestrahlung als Auslöser in Frage.

Darstellung der Einstrahlung von UV-Strahlen
Quelle: Deutsche Krebshilfe

So tief dringen UV-A- und UV-B-Strahlen in die Haut ein. Der äußerst schädliche UV-B-Anteil des Sonnenlichts ist abhängig von der geographischen Breite, der Tageszeit und dem Ausmaß der Luftverschmutzung. Die Verringerung der Ozonschicht lässt die UV-Strahlung vor allem in diesem Bereich ansteigen.

Zusammenfassend lässt sich jedoch klar sagen, dass UV-Strahlung die bedeutendste Ursache für Hautkrebs ist.

Reaktion der Haut auf UV-Strahlung

Wie die menschliche Haut auf UV-Strahlen reagiert, lässt sich ganz einfach erkennen: Sie bräunt sich. Denn die Pigmentzellen in der Oberhaut bilden einen braunen Farbstoff, der die Hautzellen färbt. Im Laufe von etwa vier Wochen erneuern sich die Zellen der Oberhaut, dabei geht mit jeder abgestoßenen alten, eingefärbten Zelle auch der braune Farbton der Haut verloren. Dass sich die Haut bräunt, ist eine natürliche Schutzreaktion, ebenso wie die Hautverdickung, die als „Lichtschwiele“ nach einer längeren Bestrahlung mit UV-B-Anteil auftritt. Eine gewisse Zeit lang kann sich die Haut auf diese Weise gegen die UV-Strahlung verteidigen.

Unterschiede bei den verschiedenen Hauttypen

Man unterscheidet in sechs Hauttypen:

Hauttyp 1
  • Besonders sonnenempfindlich
  • Sehr helle Haut, blonde oder hellrote Haare, blaue, graue oder grüne Augen
  • Häufig Sommersprossen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut meist Sonnenbrand innerhalb von circa 10 Minuten – niemals Bräunung
Hauttyp 2
  • Helle, sonnenempfindliche Haut
  • Blonde bis braune Haare, blaue, graue, grüne oder braune Augen, häufig Sommersprossen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut oft Sonnenbrand, meist innerhalb von circa 20 Minuten
  • Kaum bis mäßige Bräunung
Hauttyp 3
  • Helle bis hellbraune Haut
  • Dunkelblonde bis braune Haare, graue oder braune Augen
  • Selten Sommersprossen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut Sonnenbrand möglich, meist innerhalb von circa 30 Minuten
  • Schnellere Bräunung als Hauttyp 2
Hauttyp 4
  • Hellbraune, olivfarbene Haut
  • Dunkelbraune Haare, braune bis dunkelbraune Augen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut selten Sonnenbrand
  • Meist innerhalb von circa 45 Minuten, schnelle Bräunung
Hauttyp 5
  • Dunkelbraune Haut
  • Dunkelbraune bis schwarze Haare, dunkelbraune Augen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut selten Sonnenbrand
  • Meist innerhalb von circa 60 Minuten
Hauttyp 6
  • Dunkelbraune bis schwarze Haut
  • Schwarze Haare, dunkelbraune Augen
  • Bei Sonne und ungeschützter Haut sehr selten Sonnenbrand
  • Meist innerhalb von circa 90 Minuten

Die Haut von Kindern ist um ein Vielfaches schutzbedürftiger als die von Erwachsenen. Bei Babys sind zwar schon sechs Monate nach der Geburt die drei Hautschichten voll entwickelt, ihre Struktur ist aber anders.

Vor allem liegen die UV-empfindlichen Stammzellen, aus denen sich die anderen Hautzellen bilden, viel dichter unter der Hautoberfläche und sind dadurch den UV-Strahlen stärker ausgesetzt.

Risikofaktor bei Solarien

Obwohl die schädliche Wirkung von UV-Strahlung bekannt ist, gibt es genügend Geschäfte, die „Bräune und Gesundheit“ verkaufen. Man findet sie in jeder Stadt: die Solarien.

Bewiesen ist, dass unter UV-A-Strahlung die Haut vorzeitig altert und dass auch die menschliche Erbsubstanz (DNS) Schaden nimmt. Dadurch erhöht sich das Hautkrebsrisiko. Deshalb raten auch die Weltgesundheitsorganisation und Euroskin (European Society of Skin Cancer Prevention) grundsätzlich davon ab, ins Solarium zu gehen. Wer glaubt, sich im Solarium für den Urlaub gefahrlos vorbräunen zu können, irrt sich ebenfalls:
Studien zeigen, dass jeder Solarienbesuch das Hautkrebsrisiko steigert.